Der Traum eines jeden Pferdemädchens.

Hat nicht jeder einen ganz ganz großen Wunsch?

Und man hofft immer darauf, dass genau dieser in Erfüllung gehen wird? Aber wer kann schon behaupten, dass sich dieser Wunsch bereits erfüllt hat?

Gefühlt war ich mit dem ersten Blick auf Pferde schon in ihrem Bann gefangen. Auf meinem ersten Pferd saß ich mit knapp einem Jahr; allerdings war es kein echtes Pferd. Von diesem Zeitpunkt an, wollte ich auf jedes Pferd … zunächst waren es geführte Runden auf Shetlandponys. Viele Reitstunden, einige Reitbeteiligungen und diverse Ferienzeiten auf unterschiedlichen Reiterhöfen folgten.

Als ich 10 Jahre alt war, zog es meine Eltern wieder ins Rheinland und wir leben seither in einer Islandpferde-Region. Und tatsächlich erkannte ich auf dem Rücken eines Isländers es gibt noch „mehr“ Pferd! Es sind nicht nur die 2 weiteren Gangarten, die einen Isländer so besonders machen. Seither brenne ich für diese wunderschönen Pferde und träumte vom eigenen Isländer.

Ich ahnte nicht, dass dieser Wunsch sich tatsächlich erfüllen sollte. An meinem 12. Geburtstag holte mich mein Vater von der Schule ab und fuhr mit mir in die Stadt zum Eisessen. Da Geburtstage bei uns immer mit Familie und Freunden gefeiert werden, irritierte mich das. Der Grund für dieses Ablenkungsmanöver stand als wir nach Hause kamen auf dem Hof unseres damaligen Hauses. Es war ein Braunfalbe namens Svadi mit einer roten Schleife um den Hals. Und ich konnte es gar nicht fassen; nun hatte ich mein erstes eigenes Pferd. Ich musste dann aber feststellen, dass es auch in einer Beziehung zwischen Mensch und Tier Beziehungen gibt, die nicht wirklich gut funktionieren. Es fiel mir unendlich schwer ihn loszulassen, aber Dank meiner Eltern fanden wir für Svadi tatsächlich seinen „Traum-Menschen“. Und ich konnte mich befreit auf die Suche nach meinem Herzenspferd begeben. Es war Liebe auf den ersten Blick als ich Funi sah. Ich glaube Funi und ich sind Seelenverwandte; wir sind uns in so vielen Punkten ähnlich. Klar haben wir auch mal Höhen und Tiefen. Letztlich sind es ja eher die Misserfolge, die einen weiterbringen. Nun gehen wir schon 7 Jahre gemeinsam durchs Leben und ich möchte keinen Moment missen.

Nun jeder erfüllt Traum lässt neue entstehen, oder? Und so träumte ich davon mit Funi durch die Brandung am Meer zu galoppieren. Dieser Wunsch wurde mir im Juli 2018 erfüllt. Gemeinsam mit meinem Vater und dem Pferd meiner Mutter ging es nach Renesse. Wir hatten so viele atemberaubende Momente. Der Blick über die Dünen in die Weite, der erste Galopp, das Schwimmen gehen mit Pferd, die Menschen denen wir ein Lächeln im Gesicht gezaubert haben. Ich hatte das Gefühl, dass die Pferde das Meer spüren noch bevor sie es sehen. Schon auf dem Weg zum Strand waren sie verändert; aber vielleicht spürten sie auch „nur“ meine/unsere große Vorfreude. Und wäre dies nicht schon für sich allein ein großes Geschenk, entstanden damals darüber hinaus im Rahmen eines Fotoshootings viele wunderschöne Fotos von mir und den Pferden. Und auch in diesem Jahr wurde ich wieder als Modell für einen Foto-Workshop angefragt. Am Vorabend des Workshops wurde ich mit einem Mutter-Tochter-Shooting beschenkt. Ich liebe diese wundervollen Momente am Meer mit den Pferden.

Wenn ihr ein Pferd habt und Magie pur erleben wollt, dann fahrt ans Meer. Reitet in den Sonnenuntergang oder für die Frühaufsteher in den Sonnenaufgang. Das ist jedes Mal mein Highlight, die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren oder am Abend dem atemberaubend Sonnenuntergang zu erleben. Es ist unbeschreiblich wie der Himmel dann in ein Zauberlicht getaucht wird. Die sogenannte „blaue Stunde“ ist überall immer wieder ein Erlebnis; nur am Meer ist es am allerschönsten. Und danach zum Aufwärmen in Holland eine heiße Chocomel in einer Bar zu trinken, das ist einfach ein Traum.

Eure Taleja

 

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