Shooting im isländischen Sturm, oder besser: wie man das Beste daraus macht. Teil 1

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Guten Tag allerseits!

Das ist mein erster Beitrag hier bei HGG und daher möchte ich mich euch erstmal vorstellen.

Ich, Eva, bin aus Österreich und hauptberufliche Fotografin. Ich fotografiere hauptsächlich Menschen und Tiere,
und alles, was damit zu tun hat. Meine Spezialgebiete sind Island und die Islandpferde.
Seit 2013 bin ich regelmäßig auf der Insel unterwegs, um einerseits für Kunden,
als auch für meinen Eigenverlag zu fotografieren.

Bei meiner letzten Reise im Februar hatte ich zwei Overalls von HGG mit im Gepäck.

Geplant war alles ganz einfach und unkompliziert: als Models sollten meine Schwester und ihr Freund
(also meine Mitreisenden) stehen, und als Location würden wir je nach Wetter und Verfügbarkeit
ganz spontan etwas wählen, wobei ich eine Location Nähe Höfn, bei dem Stall an dem ich 2013 gearbeitet habe,
schon ausgewählt hatte. Wir waren bei mehreren Pferdehöfen zu Besuch,
und notfalls kenne ich in Island noch viele andere Pferdeliebhaber, die ihre Pferde gerne zur Verfügung stellen.

Zwei Tage vor der Abreise riss sich der Freund meiner Schwester das Kreuzband ein und konnte nicht mitfliegen.
Das war die erste Hürde, die zu meistern war. Wir mussten also in Island einen Mann finden,
der groß war (damit er in den extra lang geschnittenen Overall passt)
und den ich am Besten mit Pferden fotografieren kann.
Ich hatte da schon jemanden im Kopf, daher machte mir das keine großen Sorgen. 

In Island ist zum Glück alles immer super spontan, damit man so etwas auch kurzfristig umsetzen kann.

Wir flogen also nach Island und waren guter Dinge. 
Bis zum ersten Aufenthaltstag. 

Ich bekam früh am Morgen von unserer Gästehaus Besitzerin eine Nachricht,
dass es für die nächsten Tage sehr starke Sturmwarnungen gibt.
Wir waren zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Hauptstadt (Süd-West).
Das erste Shooting mit meiner Schwester war in Höfn, also im Süd-Osten geplant.
Das zweite Shooting, für das ich aber noch kein fixes Model hatte, wollte ich im Norden umsetzen.

Würde der Sturm so stark werden wie angenommen, dann säßen wir im Süd-Westen fest und könnten nicht,
wie geplant, einmal um die Insel fahren. Möglicherweise kamen wir erst gar nicht bis in den Süd-Osten?

Den ersten Tag schafften wir es mit Abstrichen der Route, aber ohne Zwischenfälle,
bis in unser nächstes Gästehaus, das sich unweit der ersten Unterkunft befand.
Der nächste Tag war aber der spannendste: denn es war zu erwarten,
dass die Südküste gesperrt wird, und wir erst gar nicht los fahren konnten.

Schlussendlich sprach ich mich mit einer bekannten Reiseführerin aus Island ab,
und sie sagte mir, dass wir, wenn wir schnell sind, es bis nach Vík schaffen könnten.
Das wäre die halbe Strecke, die wir an dem Tag eigentlich geplant hatten.
Aber besser als keine Meter zu machen war es allemal.

Wir schafften es mit Mühe und Not bis nach Vík, aber die Weiterfahrt war aussichtslos,
denn die Straße war zuerst vor uns, und am späten Abend dann auch noch hinter uns gesperrt. 

Am nächsten Morgen sollte der erste große Sturm über uns vorbei gezogen sein,
aber der nächste große Orkan und weitere Straßensperren wurden schon angekündigt.

Mit sehr viel Glück wurden die Straßen kurzfristig geöffnet und wir konnten unsere Reise fortsetzen.

Als wir in Horn (das ist der Hof in der Nähe von Höfn) ankamen, war es dort nahezu windstill -
also so windstill, wie es in Island nun mal sein kann. Kurzerhand schnappte ich meine Schwester,
erkundigte mich wo die Stuten mit Fohlen standen, und ging mit ihr und Marlen,
die ein paar Making Of Bilder machte, dorthin, um das erste Shooting umzusetzen.

Die Sonne war schon am Untergehen und wir hatten einen wunderschönen blauen Himmel,
der perfekt zum Eisblauen Reitoverall passte. Die Herde stand an ihrem Fressplatz und einige
Pferde waren durchaus gewillt mit meiner Schwester vor der Kamera zu stehen.

 MakingOf_Birgit_HGG-1
Bis jetzt hört sich alles gut und schön an, aber natürlich hatte Island noch eine Überraschung für uns parrat:
innerhalb von einer Minute wurden wir eingeschneit und hatten, passend für den warmen Winteroverall,
ein paar tolle Schneeschauer-Bilder eingefangen. Das Problem bei der ganzen Sache:
meine Schwester musste ihre Mütze und Handschuhe ablegen, und es war sau kalt!
Wir mussten daher ganz schnell fotografieren, damit sie sich nicht unterkühlt - trotz warmen Overall.

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05-Birgit-f-r-HGG-2 MakingOf_Birgit_HGG-2

So schnell wie der Sturm gekommen war, so schnell war er auch wieder vorbei.
Jetzt war alles nur noch eine Sache der Perspektive. Denn: die Pferde standen dort, wo sie im Winter immer standen.
Und dort, wo sie immer stehen, sind auch ihre Hinterlassenschaften zu finden.
Auch wenn die Weide über einen Kilometer lang ist, halten sich die Tiere am liebsten in der Nähe vom Heuballen auf.
Sie waren nicht gewillt von dort weg zu gehen. 

Meine Aufgabe war es also, so wenig Pferdeäpfel wie möglich auf dem Bild zu haben, dabei noch meine Schwester anzuleiten,
was sie machen soll, schauen, dass die Pferde gut am Bild standen, und nebenbei noch die Fohlen,
die mich interessanter fanden, weg zu scheuchen, ohne dabei die Tiere bei meiner Schwester zu verärgern.

An manchen Bildern war das Mitfotografieren der Pferdeäpfel unumgänglich.
Das musste dann im Nachhinein im Photoshop "abgeäppelt" werden.
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MakingOf_Birgit_HGG-4

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Das schönste aller Fohlen schwirrte immer um uns umher, traute sich aber nicht so recht zu uns zu kommen.
Also gingen wir zu ihm. Nach kurzer Zeit zeigte es interesse an meiner Schwester und schaute kurz in ihre Richtung,
bevor es sich schüchtern wieder abwendete. 

Die Herausforderung bei dem letzten "Set" war, zwischen der üblichen Herde so durch zu fotografieren,
dass ich die Pferde vor meiner Linse hatte, die ich auch haben wollte.05-Birgit-f-r-HGG-7

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Auf den Making Of Bildern könnt ihr erahnen, dass die Location an und für sich ganz schön ist,
aber man auch sehr gut mit der Perspektive umgehen und spielen muss,
das daraus solche Bilder entstehen.

Demnächst gibt's einen weiteren Bericht über die Reise, und über die spontanität der Isländer (also der Menschen).

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